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REISEBERICHTE
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BULGARIEN 2007
von Andreas und Tina
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Sonntag 19.08.2007: Abfahrt in Hüttenberg nach Neu-Isenburg, ca. 60 km über die Autobahn (es sollten für die nächsten Tage die letzten Kilometer auf einer Autobahn sein). Am Verladebahnhof angekommen, das Moped verladen und ab in den Liegewagen. Nach einer ruhigen Nacht und kleinem Frühstück kamen wir in Rijeka gegen am 20.08.2007, gegen 11:30 an. Bei strömendem Regen verließen wir den Reisezug und fuhren Richtung Zadar. Die erste große Überraschung war die komplett erneuerte Küstenstraße, kein Vergleich mehr zu der rutschigen und holprigen Strasse vor 24 Jahren. Das Wetter wurde mit jedem Kilometer, den wir Richtung Süden fuhren, besser. In Senje machten wir unsere erste Kaffeepause und schwelgten in Erinnerungen, selbst die Disco gab es noch nach 24 Jahren. Weiter ging es bis St. Maria Mogdalena, zur heutigen Übernachtung. Sofort nach der Bezug des Zimmers, ging es zum Strand zum Schwimmen.
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Die 185 km auf der Küstenstraße sind ein Genuss für jeden Mopedfahrer. Den Abend genossen wir bei ein, zwei Bierchen und einem guten Essen. Dienstag, 21.08.07: Nach dem Frühstück ging es weiter, die Küstenstraße bis kurz vor Zadar, dann ins Landesinnere Richtung Sarajevo über Knin, Sinj weiter zur Grenze nach Bosnien Herzegowina (das Passieren war kein Problem!). Von der Grenze ging es weiter nach Sarajevo, über den Zahumsko Sedio Pass (1225m) zum Ramsko jez See. Der Blick zum See war atemberaubend.
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Die Fahrt ging weiter nach Konjic. Jedoch wurden wir kurz hinter Jablanica von der Polizei angehalten, da ich anstatt 40 km/h mit 76 km/h gefahren bin. Der Preis wäre ca 50,- bis 150,- Euro gewesen. Bargeld darf die Polizei nicht entgegen nehmen. Daher sollten wir zu einer Bank fahren, um eine Überweisung zu machen, aber nach größeren Sprachschwierigkeiten gaben die zwei Polizisten nach ca. 20-30 min auf, die Strafe einzufordern. (Glück gehabt!!)Die Reise ging durch Sarajevo nach Pale, einem Wintersportgebiet, zu unserer nächsten Übernachtung.
Auf den diesen 510km waren nicht nur tolle Straßen und Landschaftenzu sehen, sondern auch viele Zeitzeugen des Krieges, Einschusslöcher in Häuserfronten, zerstörte und abgebrannte Häuser, die erst jetzt wieder in Besitz genommen wurden,und nun langsam wieder aufgebaut werden.
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Mittwoch, 22.08.07: Nach einem ausgedehnten Frühstück ging weiter nach Vvisegrad. Der Weg führte uns von Renovica nach Mesiei. Am Anfang war die Straße noch geteert, aber später ging sie in eine einspurige Schotterpiste über. Etwa 20km durch die Schlucht, entlang am Fluss Rakitnica. Die Strecke war nicht ganz einfach mit meiner Kuh zu fahren, die mit zwei Personen und Gepäck ca. 500 kg wiegt. Als zusätzliche Schwierigkeit kamen noch 23 einspurige, unbeleuchtete Tunnel und drei Holzbrücken hinzu. Die Landschaft belohnte aber alle Mühen, trotzdem waren wir froh, wieder festen Belag unter den Räder haben.
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In Ustripraca wurde die Kuh wieder mit Treibstoff gefüllt und wir gönnten uns einen Kaffee. Dann ging die Fahrt weiter nach Raca über Visegrad nach Serbien. Auf der Bundesstrasse 2 ging es weiter nach Kosovsk Mitrovica, wo die nächste Übernachtung geplant war. Aber urplötzlich standen wir an einer provisorischen Absperrung. Wir konnten uns in ersten Moment keinen Reim darauf machen und dachten an eine Polizeikontrolle, was sich aber als falsch herausstellte. Es war die Grenze zum Kosovo, wo wir eigentlich nicht hinfahren wollten. Die Grenze war in unserer Karte, die wir extra kurz vor den Urlaub gekauft hatten, nicht eingezeichnet. Von einem KFOR- Soldaten ließen wir uns den Grenzverlauf vom Kosovo auf der Karte zeigen. Die Fahrt führte uns dann nach Kosovska Mitrovica, vorbei an vielen Barrikaden vom Krieg und noch weiterer 4 Kontrollen durch Polizei und KFOR Soldaten, die wir aber problemlos passieren konnten. Die Auswahl des Hotel fiel uns heute leicht,da eines davon eine Garage hatte. Gegessen haben wir in einem Vier Sterne Hotel, wo man in Euro zahlen konnte. Der Service war in beiden Hotels hervorragend. Auf den 390 km von heute waren wieder tolle Strassen für unsere Adventure dabei.
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Donnerstag, 23.08.07: Heute ging es weiter nach Pristina zum Cafe Route 66, wo wir ein reichhaltiges Frühstück zu uns nahmen. Dort fragten wir zwei Motorrad-Cops nach dem Weg zur Serbischen Grenze.
Nach kurzer Besprechung boten sie sich an, uns als Eskorte bis an die serbische Grenze zu begleiten, was wir dankend annahmen. Dadurch entgingen wir 2 Radarfallen und 2 Verkehrskontrollen, auf der ca. 35 km langen Strecke. Dann ging es recht flott weiter über Nis zum Grenzübergang nach Bulgarien, in Richtung Schwarzes Meer.
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In Dragoman machten wir einen kleinen Zwischenstopp, um unseren Retter vom letzten Jahr, der uns aus unserer finanziellen Notlage befreite, einen Besuch abzustatten. Doch leider war er gerade in Deutschland im Urlaub. Schade!!! Nach einem kleinen Plausch mit seinem Vertreter, fuhren wir weiter nach Burgas. Nach 520 km fanden wir in Karlovo ein schönes Hotel zum übernachten.
Freitag, 24.08.07:
Heute Morgen ging es weiter zum Schwarzen Meer. Gegen 14.00 Uhr kamen wir in Raven, etwa 15 km östlich von Burgas an. Dort mieteten wir uns im Hotel Panoramablick, direkt am Strand vom Schwarzen Meer ein. Nach kurzem Frischmachen ging es an den Strand zum Baden. Die heutige Etappe betrug 330km.
Samstag, 25.08.07:
Nach dem Frühstück ging unsere Fahrt in eines des ältesten und schönsten Hafenstädtchen an der Schwarzmeerküste nach Nessebar. Wir unternahmen einen Bummel durch die kleinen Gässchen, vorbei an kleinen Souvenier- und Antikgeschäften. Auf einem Restaurantschiff aßen wir zu Mittag und gingen später an den Strand zum Baden.
Sonntag, 26.08.07:
Heute Morgen ging es quasi wieder langsam Richtung Heimat. Unterwegs besichtigten wir das Kapinovski- Kloster und bei Gabrovo das Sokolski-Kloster. In Etara buchten wir uns ein Hotel und besichtigten dort das Museumsdorf, welches sich direkt neben dem Hotel befand.
Heute sind wir 390 km gefahren.
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Montag, 27.08.07:
Heute Morgen sind wir erst einmal den Schiptschenski-Pass gefahren. Leider war das Wetter schlecht und wir konnten durch den Nebel nicht viel sehen. Als wir den Pass auf der anderen Seite wieder herunter fuhren, wurde das Wetter besser und so sahen wir die goldenen Kuppeln der Schipka Kirche schon von Weitem in der Sonne leuchten. Das war ein toller Anblick und auch von Innen war die Kirche mit vielen Wandmalereien und Ikonen bestückt.(Sehenswert) Dann fuhren wir zum nahe gelegenen Troja-Pass, jedoch machte uns auch hier das Wetter einen Strich durch die Rechnung und so fuhren wir weiter nach Teteven und dann nach Etropole. Dort fanden wir ein Hotel, in dem wir uns ein Zimmer mieteten.
Heute sind wir 290km gefahren.
Dienstag, 28.08.07:
Nach dem Frühstück ging es weiter nach Velingrad. Wir fuhren durch schöne Landschaften, über Pässe, durch Schluchten, an Seen vorbei, entlang der griechischen Grenze. In der Kurstadt Velingrad buchten wir privat ein Zimmer von einem Mann aus Köln. Auf den heutigen 350km hatten wir alle Arten von Straßenbelägen: halbweggebrochene Strassen, Schotter, Schlaglochpisten bis hin zu erstklassigen Motorradstraßen.
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Mittwoch, 29.08.07:
Die Fahrt ging heute weiter nach Kostenez Banja zu einer Sportanlage für Biathleten auf 2200m Höhe. Auf der Anfahrt zur Passhöhe überholten wir einige Biathleten, die dort auf ihren Rollskiern trainierten. An der Schießanlage angelangt, konnten wir den letzten Schützen des Tages noch beobachten. Der Trainer erklärte uns geduldig die Schießanlage.
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Von dort aus machten wir uns auf den Weg, zum bekanntesten Kloster von Bulgarien, das Rilas-Kloster. Beim Einchecken in das Hotel, direkt neben dem Kloster, bemerkten wir, das unsere Pässe noch in dem 180 km entferntem Hotel in Etropole liegen. Beim Besichtigen des Klosters, konnten wir uns selbst ein Bild von den hervorragend renovierten Aussen- und Innenfresken, den wohl schönsten von ganz Bulgarien, machen. Es wird heute noch von Mönchen bewirtschaftet, die Haupteinnahme wird der Tourismus sein. Am Ende der Besichtigung kamen wir zu dem Entschluss, das wir noch heute unsere Pässe wieder holen. Also zurück zum Hotel nach kurzer Diskussion und einer Unkostenpauschale von 5 Euro konnten wir auschecken und die 180 km nach Etropole in Angriff nehmen. Im Hotel angekommen, konnten wir unsere Pässe wieder in Empfang nehmen (Glück gehabt). Heute waren es 445 km.
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Donnerstag, 30.08.07: Heute ging es noch einmal in das Tescherepisch-Kloster, um zu fragen, ob unsere Fotos, die wir letztes Jahr gemacht hatten, hier bei den Mönchen angekommen sind. Doch leider mussten wir feststellen, das die gesamte Mannschaft ausgetauscht wurde. Zu dem neuen Klosterleiter konnten wir nicht so einen herzlichen Kontakt herstellen, wie letztes Jahr zum alten Leiter. Darum war der Aufenthalt im Kloster nur kurz und wir setzten unsere Fahrt fort nach Negotin wo wir die serbische Grenze überquerten. Von da ging es weiter an der Donau entlang nach Portile de Fier. Dort fuhren wir über den Donaustaudam nach Rumänien. Das Stück von Staudamm bis Orsova haben wir dieses Jahr ohne Unfall geschafft und kamen in der kleinen, gemütlichen Pension bei Herrn Raschka an. Dieses Mal konnten wir den Aufenthalt bei Dana und Ralf ohne Schmerzen genießen. Heute sind wir 385 km gefahren.
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Am Abend haben wir direkt an der Donau mit Ralf und Dana gegrillt und mit ein paar Flaschen Bier ausklingen lassen.
Samstag, 01.09.07: Heute wurde das kaputte Scharnier vom Koffer gegen eines aus dem Baumarkt ausgetauscht. Gegen Abend sind wir noch mit Dana, Ralf und einen befreundeten Paar in die älteste Kurstadt von Rumänien, nach Herculesbad gefahren.
Sonntag, den 02.09.07: Heute ging es weiter nach Timisora, um Morgen die 20 Tausender Inspektion zumachen. Wir fanden nur 1km von der BMW Niederlassung einen Campingplatz, wo man auch kleine Bungalows vermieten konnte. (es war die teuerste und schlechteste Unterkunft im Urlaub; sauber, aber die Matratze total durchgelegen)
Montag, 03.09.07: Nach dem Frühstück ging es in die BMW Werkstatt um die Inspektion für die Kuh zu machen. Trotz Anmeldung konnte nicht die komplette Inspektion gemacht werden, weil Teile und ein Messgerät fehlten. Nach 2 Stunden ging es weiter zur ungarischen Grenze, die wir bei Vadlac überquerten. Ab da ging es das zweite Mal in diesem Urlaub auf die Autobahn und so waren wir schnell durch Ungarn durch. Bei Komarno fuhren wir über die Grenze in die Slowakei nach Velky Meder. Heute waren es 450 km.
Dienstag, 04.09.07: Nach dem Frühstück ging es weiter Richtung Wien über Bratslawa nach Österreich und weiter nach Kdyne in der Tschechei. Heute hatten wir auf den 550 km alles an Wetter. Sonnenschein, dann Regen und am Schluss Hagel.
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Mittwoch, 05.09.07: Heut geht es wieder nach Deutschland, über gut ausgebaute Bundesstrassen nach Hause. Die 500 km legten wir wieder bei Sonnenschein zurück.
Fazit: die Zimmer haben gekostet von 15-42 Euro. Es gibt nicht immer Frühstück bei einfacheren Privatunterkünften. Sind aber sauber.
Insgesamt haben wir 5500km zurückgelegt, wovon ca. 500km Autobahn waren. Für so eine Reise ist die BMW Adventure oder eine andere große Reisenduro die richtig Wahl, alleine schon wegen des größeren Federweges. Bei zwei Personen auf dem Moped kann in Serbien, Bulgarien und Rumänien schon mal das Federbein durchschlagen.
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Elefantentreffen 2005
Ein nicht zu ernst zu nehmender Reisebericht.
Nach langen 365 Tagen des Wartens, den lange nicht enden wollenden Diskussionen, die oft bis 15 Flaschen vor 3 bis in die frühen Morgenstunden dauerten, wie denn das Wetter werden sollte, was alles gebraucht, und oder auch nicht gebraucht wird, war es endlich soweit. Wochen der Planung und Absprachen, wie wir das diesjährige E-Treffen bewältigen wollten, waren vorüber. Der Kalender zeigte den 25. Januar 2005, und es sollte nun endlich los gehen. Ein 62 jähriger "grins" war schon am Abend des 24. Januar in Langenstein aufgetaucht, mit der Bitte bei den Brändis / Wiegands übernachten zu dürfen. Nach einer kurzen zwischenpartnerschaftlichen Rücksprache, willigten wir ein und gaben dem älteren Herrn, er hieß übrigens Wüsten-Werner, das Zimmer zum Himmel, sprich, den Speicher. Wir sahen Ihm an, das er sehr zufrieden war, aber gleichzeitig merkten wir, dass er sehr hungrig aussah. Es blieb uns nichts anderes übrig, als ihn auch noch zu verköstigen. Der Gast hatte zufällig einen PKW mit einem Anhänger und einem schon aufgeladenem Motorrad, es war glaube ich eine blaue 500er Kawahonjamsuki mit Gepäck und schon fest verzurrt, dabei. Es dauerte nicht lange und unser Gast, der Werner, hatte uns überredet wir sollten doch mit Ihm und mit dem Auto (wie peinlich!!!) zum E-treffen fahren. Nun ja, nach langem hin und her willigten wir, Dani und ich, ein und verluden noch am gleichen Abend die Wintermotorräder. Es waren zwei 450 er BMW´s, eine weiße Zivile und ein altes Polizeimotorrad, noch in Original grün-weiß lackiert. Die Gepäckrollen waren schon etwas länger gepackt und lagen bis auf einige Kleinigkeiten wie z.b. Waschzeug, Geschirr usw. schon zum Abtransport in der Küche. Nach einem in Gemütlichkeit endendem Abend gingen wir zum letzten mal in unsere warmen Betten.
Die Nacht auf den 24. Januar war kurz, wir wollten um 5h morgens starten. Der Wecker klingelte, ein schneller Kaffee, ein paar coole Sprüche, aufsitzen und los in Richtung Bayrischer Wald. Der frühe Morgen war sehr kalt und der PKW dick gefroren. Nach dem Enteisen, ging es los in Richtung E-Treffen. Um wenigstens etwas dass Gefühl zu haben, das wir auf dem Momped unterwegs sind, wurden kurzerhand alle Fenster geöffnet und die Klimaanlage auf kalt gestellt. (kleiner Witz meinerseits).
Langenstein, Alsfeld dann Autobahn, an Fulda vorbei, bis zum Kreuz Biebelried und dann Richtung Regensburg, Straubing und rechts ab zur PKW Endstation Engolling steht ab nun auf dem Plan. Mit unserer Gefolgschaft, den drei Naumanns aus Hüttenberga, wurde ein Treffpunkt, eine Ausfahrt hinter Geiselwind, vereinbart. Nach etwa zwei Stunden vom Beginn des Ausflugs an, wurde getankt und ein zweiter Kaffee eingenommen. Zum zweiten Kaffee kam es aber nur, weil unsere weibliche Begleitung einmal für kleine Jungs mußte und für den Eintritt ins Kloo gabs einen Kaffee Gutschein. "Ideen haben die Bayern". Auf halbem Wege versuchten wir mit Naumanns Kontakt aufzunehmen, aber der Laberknochen unseres Chefs meldete sich nicht, es blieb nur die Möglichkeit über eine Nachricht auf die Mailbox miteinander zu kommunizieren. Eine schlichte Nachricht, wann wir am Treffpunkt sind, muss nun reichen. Unsere 3 Naumanns, des Weges noch nicht weit genug von zu Hause entfernt, zogen es nach etwa 25 km vor, noch einmal umzukehren und daheim noch mal nach dem Rechten zu schauen. Man könnte aber auch sagen, sie haben einfach nur eine Jacke zu Hause vergessen. Eine einfache Fahrt wäre auch etwas zu einfach gewesen. Bei der Bahn heißt es ja schließlich auch immer "Einfach, oder hin und zurück".
Wir, die 3 um 5 Uhr morgens Erstlosfahrer, waren in der Zwischenzeit am ausgemachten Treffpunkt angekommen. Das Wetter konnte eigentlich nicht besser sein, Sonne, blauer Himmel und, mit Verlaub gesagt, schweinekalt. Nach der Einnahme der selbst gemachten Brote, und nach einer Stunde Pause sollte es wieder weitergehen. Aber wo waren Naumanns? Der Zufall wollte es, das wir doch tatsächlich, am vereinbarten Treffpunkt Naumanns doch noch treffen sollten. Da der Tankstop relativ groß war, ergab es sich, das die Naumänner etwa 80 Meter Luftlinie von uns entfernt standen, wir uns aber nicht sehen konnten. Es wurde ein zweiter Anruf fällig. Ein Wunder geschah, unser Scheffe ging ans Handy." Wo seid Ihr denn", klang es aus dem Hörer mit der bekannt männlichen Stimme des Herrn." Wir sind schon eine halbe Stunde am Treffpunkt, und Ihr"? "Wir auch, und wo steht Ihr"? "Ei hier, ach so, Moment wir fahren mal rund", und siehe da, es kommt ein Autogespann mit einem Gespann auf dem Hänger um die Ecke gerollt. Der Hänger war in blauer Folie verpackt, es sollte eine Guzzi mit Seitenwagen herausschauen, die aber breiter als der Hänger baute. Das Seitenwagenrad war somit über die rechte Bracke hinaus geladen. Einem Chef ist eben nichts zu schwer oder gar zu kompliziert. Etwas Gequatsche und los gings. Mit jedem weiteren gefahrenen Kilometer löste sich die blaue flexible Gespanngarage mehr und mehr auf. Wir, im hinteren Auto, hatte so richtig Spaß bei dem Geschehen vor uns.
Es ging auf Nachmittag zu, wir kreuzten gerade die Autobahn am Nürnberger Dreieck, als wir auch schon auf die lange erwarteten ersten Winterfahrer trafen. Es waren Motorräder russischer Herkunft, mit klar erkennbaren Symbolen, die in Form von Elefanten, entweder im Seitenwagen sitzend oder gar auf dem Momped selbst befestigt waren. Beim Überholen der Winterfahrer, wurde auf Grund des Schamgefühls der Kopf im Kollektiv nach links gedreht, um der Gefahr zu entgehen, in Solla als Automotorradwinterfahrer entlarvt zu werden. Tarnung ist eben alles.
Am frühen Nachmittag verließen wir die Autobahn in Richtung Engolling. Hier sollten die Autos bei einem befreundetem Motorradclub abgestellt werden, um dann die harten, letzten 20 km nun endlich mit dem Momped in Angriff zu nehmen. In Engolling angekommen war erst mal Schneeschaufeln angesagt, denn da wo wir unsere Autos abstellen wollten, lag der Schnee etwa 50 cm hoch. Endlich hatten wir das, was wir uns schon seit 365 Tagen wünschten, Schnee in Hülle und Fülle. Nach dem Parken und Schneeschippen wurde zuerst die Guzzi entladen und dann die Solomompeds. Gepäck raus und aufs Momped gezurrt, in die Winterkombis und ab nach Solla, hieß es von nun an. Unsere Einzige und zugleich härteste Winterfahrerin wurde nun zum ersten mal auf eine größere Probe gestellt, denn auf dem Weg nach Solla waren die Strassen nur zum Teil ganz vom Schnee befreit. Für unsere heutige Vize war es also nicht ganz so einfach, wie sich später herausstellen sollte, denn auf der letzten Steigung, die uns zu unserem entgültigem Ziel führen sollte, blieb die Frau Vize ganz unvermittelt mitten auf einer Kreuzung, im Schnee ohne einen erkennbaren Grund, stehen. Ich wartete in einer Entfernung von etwa 200 m. auf sie, aber sie kam nicht. Nach einigen Minuten entschloss ich mich, dann doch mal nach dem Rechten zu sehen und kehrte kurzerhand um. Als ich im Blickfeld die schwarze Winterfahrerin sah, stand sie auf einem schneebedecktem Dreieck mitten auf einer Kreuzung bergauf und rührte sich nicht mehr. Sie stand da wie erstarrt und mit Tränen in den Augen "Hier fahre ich keinen Zentimeter mehr weiter!" waren Vizes Worte. "O.k. dann musst du eben hier zelten" sagte ich in einer etwas gehobeneren Tonlage. Nach einer kurzen Beruhigungsphase konnte ich sie dann doch zum Weiterfahren animieren. Ich stieg, gegen meinen Willen, ab und schob sie an. Auf einem flacheren Stück Strasse hielten wir an und ich erklärte ihr noch mal wie man am besten auf einer schneebedeckten Strasse fahren sollte. So z.B. langsam im zweiten Gang, mit gleich bleibender Geschwindigkeit und die Beine nicht auf den Fußrasten rasten lassen. Die unteren Extremitäten ggf. auf dem Schnee mitschleifen lassen, um im Falle eines Falles die Reaktionszeit zu verkürzen und um nicht unterm Momped zu landen. Ich fuhr langsam vor und konnte im Rückspiegel sehen, das es jetzt doch ganz gut mit ihr klappen sollte. Oben angekommen stieg ich schnell ab um der harten Winterfahrerin beim Bremsen und Absteigen zur Seite zu stehen. Es funktionierte alles wunderbar. Ich glaube ich konnte in ihrem Gesicht Tränen der Freude und der Wut gleichzeitig erkennen.
Es war am späten Nachmittag des 25sten Januar, wir hatten unser Ziel, das Elefantentreffen, nun endlich erreicht. Die Freude überwältigte nun den Frust der langen mompedfreien Anfahrt. Naumanns waren einem anderen Weg gefolgt und waren bei unserem Eintreffen schon am Zeltplatz freischaufeln. Von nun an ging alle ziemlich schnell von Statten, wir entluden die Mompeds, brachten das Gepäck zum Zeltplatz, schaufelten diesen frei und stellten unser Zelt auf. Bei meiner Lebensabschnittsgefährtin war die Laune wieder super, war ja auch kein Wunder, ich schaufelte wie jedes Jahr wieder den Schnee fort, und sie sah mir dabei, Sprüche klopfend und Gedöhnsrat haltend, zu.
Was macht man nicht alles für die Frauen. Sollte ich noch einmal geboren werden so habe ich mich hier und heute fest entschlossen auch als Frau auf unsere schöne Winterwelt zu kommen, um dann hier beim Schaufeln anderer zuzusehen und gute Ratschläge geben zu können. Wir waren schon längere Zeit mit dem häuslichem Einrichten fertig, als schließlich unser Zeltnachbar, der 62 jährige Werner eintraf. Sorgen bereitete uns dieser, weil er zuvor mit dem PKW nach Solla gefahren war um sein Gepäck abzuladen, dann aber das Auto wieder zurück brachte und mit dem Momped wieder kommen wollte. Das war aber schon so lange her, das wir uns ernsthaft um ihn sorgten. Aber jetzt war er ja da. Für den Ankunftstag waren nur noch wenige Arbeiten zu erledigen, so z.B. Brennholz, Stroh für den Bettenbau und Getränke holen.
Da wir eine rote Guzzi dabei hatten, die des Überschlags erprobt war, war es eine Kleinigkeit, uns für die nächste Tage mit genügend Bölkstoff und anderer diverser Alkoholika einzudecken. Diese, doch sehr wichtige Aufgabe wurde dann auch sofort mit fester Entschlossenheit in Angriff genommen und sofort erledigt. Der erste Trupp als da zu nennen sind, der 62 jährige Werner, Naumanns und Brändis waren schon längere Zeit mit den Ankunftsarbeiten fertig, als dann auch der zweite Trupp mit den zwei Clubmitgliedern, Reuti und Zwenn und dem nicht Clubmitglied Dirk ankamen. Der selbst mitgebrachte Begrüßungstrunk trug den Namen Jägermeister. Trupp Eins begnügte sich fortan beim Zusehen wie der Trupp Zwei Ihre Zelte aufbaute. Jetzt konnte ich meinem Wunsch nachkommen anderen beim Schaufeln zuzusehen, und gute, nicht zu ernst zu nehmende Ratschläge zu geben, obwohl ich noch nicht als Frau wiedergeboren war.
Der erste Abend im Schnee rückte näher und wir gingen traditionell wie alle Jahre wieder in die Kneipe nach Solla. Es sind ca. 3 km bis zur Tränke. Die Kälte, auf dem langen Fußweg dorthin, spielt hierbei nur eine nebensächliche Rolle, denn nach wenigen Metern bergauf fängt man an zu transpirieren, man kann auch Schwitzen dazu sagen. Die Kneipe ist wie immer gleichermaßen besucht, weil doch immer die fast gleichen Personen, wie jedes Jahr hier wieder, so früh anreisen. Nach ein paar Halben und Pommes mit verdorbener Majo, abgelaufen im Jahre 2004, traten wir gut gelaunt den Heimweg zum Zelt an. Die Stimmung war gut und es wurde am Zelt angekommen, dort weitergemacht, wo wir in der Kneipe aufgehört hatten, beim Bölkstoff. Die Erwachsenen zwei Naumanns waren nicht mit in der Kneipe, sie zogen es vor sich am Zelt selber zu verköstigen, wogegen der kleinste der Naumanns mit uns gegangen war. Es wurden noch ein paar Flaschen des dünnen aus dem Freistaat kommenden, Bieres verkonsumiert, bevor der erste Abend sehr gemütlich am Lagerfeuer ausklingen sollte.
Die erste Nacht im Bayrischen Wald, mit ca. 50-60 cm Schnee, war ziemlich warm, es dürften so etwa 8-10 grad minus gewesen sein. Die Ängste der Erstbesucher, Tina, Werner und Lars, dürften somit nun entgültig über Bord gegangen sein, nachdem sie die erste Nacht ohne Frost in den Knochen wohlbehalten überstanden haben. Nach der ersten Nacht musste zuerst einmal das Feuer neu gemacht werden, es war ohne irgendwelche Gründe einfach erloschen. Ein paar kleine Spähne, etwas Fauch und schon geht das Kaffee kochen an der offenen Feuerstelle los. Wasser für den Kaffee gibts beim Bauer, der im übrigen auch den Zeltplatz an den BVDM (Bundesverband der Motorradfahrer) jedes Jahr wieder aufs neue verpachtet und parallel dazu noch den Yetitreff am Eingang des Geländes betreibt. Das Wasser für den Kaffee ist schon aufgestellt, als die Letzten des MCH`s nun auch wach geworden sind und sich zu uns gesellen. Es ist noch etwas neblig, aber man kann erkennen, das es heute wieder ein schöner Tag werden wird. Das Gelände ist noch leer, nur ein paar wenige, die immer so früh anreisen, sind schon zugange. Der weite Blick über den Bayrischen Wald ist großartig, man kann sich kaum an dem Panorama, das die Natur hier bietet, satt sehen. Nach einigem hin und her gehen wir die erste Runde übers Gelände in diesem Jahr. Es ist seit Jahren immer das gleiche Ritual und es ist doch jedes Jahr wieder neu. Ob das der Grund für die immer wieder kehrende Sehnsucht nach dem verschneiten Bayrischen Wald sein sollte? Die drei Neuen hier sind, so glaube ich, sehr überrascht wie es hier aussieht und wie schön es hier ist. Den Tag verbringen wir mit Zusehen, wie der BVDM hier noch die letzten Arbeiten ausführt, so sei z.B. zu nennen, Banner über dem Eingang aufhängen, Gehwege vom Schnee befreien, usw. An diesem Tage ist außer gemütlichem Trinken, den anderen beim Zeltbau zusehen und abends wiederum in die Kneipe gehen, nichts besonderes mehr los. Das einzige was noch zu erwähnen wäre ist, das die zweite bessere Kneipe nun endlich auch wieder geöffnet hat. In diese Kneipe führte uns vor langer Zeit die Tatsache, das es hier ein beheiztes, außerhalb stehendes Klo gab und wir nicht zwangsweise in ein ausgemustertes, mit Brettern verschlagenes Telefonhäuschen, die am Platz standen, mussten. Der Tag drei des diesjährigen Winterurlaubs begann wie immer mit Feuer anmachen, Kaffee kochen und frühstücken. Die Küche hierzu war am Vortag gebaut und mit einer Plane überdacht worden, sie war sogar mit einem Tisch aus Schnee und darauf liegenden Brettern ausgestattet. Die Erbauer dieses Tisches mussten aber wenig Erfahrung mit dem Tischbau selbst gehabt haben, er war trapezförmig, aber auf dem Kopf stehend, erbaut worden, so das man fast Übergewicht bekam, wenn man sich etwas auf diesem Tisch bereiten wollte.
Die Teilnehmerzahl stieg von nun an stetig. Hatte man eine zeitlang nicht den Platz in Beobachtung, so wunderte man sich um so mehr wo auf einmal all dies Zelte her kamen. Der BVDM war in der Vorbereitung des diesjährigen Treffens fast fertig. Die letzten Absperrgitter wurden gestellt und die Kasse geöffnet. Wer nun das Gelände verließ, musste beim Wiedereintritt bezahlen und bekam für 25 Euro ein schmuckes Armband umgehängt, das er oder sie von nun an nicht mehr ablegen durfte. Beim Öffnen des Bandes verliert es seine Gültigkeit und man muss neu bezahlen. Langsam kommt Leben auf den Platz und es kommen immer mehr bekannte Gesichter: die Fa. Stern Gespannservice, die wie alljährlich hier den Pannenservice leistet, oder die Fa. Hartmann Gespanne, die hier, wie auch in den Jahren zuvor, Gespanne ausstellt. Bekannte Gesichter von ankommenden Motorradfahrern, die wir jedes Jahr aufs Neue und immer nur hier wieder treffen.
Beim täglichen Rundgang kann man sehen, wie einige Clubs sich einrichten und so z.B. Schneeburgen um die Zelte bauen, Sofas aufstellen und auch Schneehütten errichten. Ein Schauspiel, das sich hier an diesem Ort jedes Jahr aufs Neue ereignet. Ein lustiger Abend am Feuer beendete den dritten Tag des Geschehens in Solla, die nun die Erste sein sollte, in der man nur schlecht schlafen kann, denn nun werden die selbst gemachten Feuerwerke und Kanonenschläge abgefeuert. Entweder es ist in der Nacht taghell oder es ist stockdunkel und es knallt.
Der Freitag, der vierte Tag des Unternehmens Elefantentreffen, ist angebrochen. Die Nächte werden zunehmend kälter und je kälter es ist, um so mehr macht das Zelten im Freien Spaß. Ich muss verbittert feststellen, dass das Kaffeewasser nicht nur zugefroren ist, nein, es ist komplett gefroren. Neues Wasser muss also her und Feuer muss an und da ich keinen Freiwilligen finde der Wasser holen will, gehe ich eben selber, denn hier bin ich noch der Vize und kann Wasser holen wann ich will. Nach dem Kaffee und dem Frühstück geht es in gewohnter Weise mit Flaschenbier auftauen und trinken weiter. Der Platz wird langsam immer voller. Es wird überall gebaut, auch zwischen den Zelten, wo eigentlich gar kein Platz mehr ist, aber egal es passt immer noch einer dazwischen. Die Zahl der Anreisenden steigt unaufhörlich. Holländer, Belgier, Franzosen, Engländer...., kurz gesagt Teilnehmer aus ganz Europa treffen heute hier ein.
Der frühe Nachmittag und der Drang ein festes Kloo unter sich zu haben zwingt uns, Gott sei dank, wieder in die Kneipe. Bekannt waren wir da ja schon aus den Jahren vorher und Essen konnte man da auch ganz gut, also nichts wie dorthin und Spaß haben. Die Bedienung (wieder mal Eine, die es auf mich abgesehen hat) freute sich merklich wenn wir täglich zum Konsumieren und Spaß haben, eintrafen. In dieser besagten Gaststätte gab es einen behinderten Jungen, der im Rollstuhl saß und der Sohn der Bedienung war. Der Junge hatte einen riesen Spaß dabei uns Süßigkeiten und kleine Elefantenstofftiere für einen Euro zu verkaufen. Uns machte es ebenfalls Spaß dem Jungen eine Freude zu bereiten. Die Zeit in der Kneipe war immer sehr kurzweilig und verging dort, beim Schlucken, wie im Flug. Einer von uns ist immer eisern und mit seiner Lieben am Platz geblieben. Namen werden hier aus sicherheitstechnischen Gründen aber nicht genannt, höchstens verschlüsselt. (aniT und saerdnA). Mit Verlassen dieser Gastlichkeit heißt es auch gleichzeitig immer wieder weit laufen müssen. 1,5-2,0 Promille in drei Stunden mühsam geladen, dann 3 km zum Platz laufen und alles war für die Katz. Das Leid des Elefantentreffens trifft uns mit voller Wucht, aber wir haben ja vorgesorgt. Verpflegung in Form von Alkoholika haben wir am Zelt genug und außerdem hat ja zur Not auch noch der Yetitreff geöffnet. Es ist schlecht vorstellbar das man hier am Ort in irgendeiner Art und Weise verdursten könnte. Die Jungs aus Bayern, Tom, Jürgen und der Berni, sind am späten Nachmittag eingetroffen, waren uns alkoholtechnisch aber schon einiges voraus, aber der MCH gab alles.
Die letzte Nacht im Zelt stand uns bevor und es sollte zugleich auch die Kälteste werden. In dieser Nacht viel das Thermometer auf über 18 Grad minus. Der Tag des Aufbruchs gestaltete sich zunächst sehr ruhig. Sachen, die nicht mehr von Nöten waren wurden schon am Vortag gepackt. Luft aus den Isomatten lassen, Schlafsäcke zusammenrollen, Zelt abbauen und alles für eine Strecke von 20 km wieder aufm Momped verzurren. Eine Scheißarbeit. Vor der Abfahrt noch schnell ein paar Bilder, von einem, vor dem Feuer schlafenden Jürgen, machen, der es wieder einmal geschafft hat,( sieht übrigens sehr witzig aus), dann noch verabschieden, von denen derer, die noch in Solla bleiben, und dann auf in Richtung Heimat. Man ist in diesem Moment traurig und froh zugleich, froh weil man nach Tagen des Alkoholkonsums mal endlich wieder normale Getränke zu sich nehmen und einmal heiß Duschen kann, und traurig weil jetzt wieder 365 lange Tage des Wartens vor einem liegen. Gesagt- getan, die Mompeds warten aufs Anlassen. Reuti und Dirk sind schon an den Mompeds und abfahrtbereit. Der Rest des MCH ist ebenfalls fast so weit, als wir mit Entsetzen feststellen mussten, dass einige unserer Mompeds (aber keine der alten 450er Boxern), nach nur vier Tagen Standzeit, uns den Dienst verweigerten. Begonnen hatte die Guzzi und folgen sollte die Kawahonyamsuki von unserem 62 jährigen Mitglied Werner. Auch nach gut Zureden und einer Dose Startpilot und Fremdstarten lässt das Momped ihn im Stich. Um es so auszudrücken, dem Momped ist es wohl scheißegal das wir Heim wollen. Zwischenzeitlich ist unser Lederstrumpf mit einer Freude dabei, anderen Winterfahrern die Mompeds mittels Starterkabel in Schwung zu bringen. Man könnte meinen, er wolle gar nicht so richtig nach Hause. Die Guzzi, die schon seit längerer Zeit bei der Fa. Stern in der Werkstatt zum Aufwärmen verbringt, zeigt ihren guten Willen und springt ganz unverhofft an. Zwenns R 1100er, die auch nicht so richtig wollte und dann nach dem Anspringen auch noch anfing Öl zu spucken, war in der Zeit des Wartens auf die Guzzi schon bei BMW gerichtet worden. Die Zeit lief uns fort. Wir wollten früh los und jetzt war es fast Mittag und wir waren immer noch in Solla. Reuti, Dirk und Zwenn hatten sich schon in Bewegung gesetzt und sind schon losgefahren. Jetzt nur noch ein Momped anbekommen, die 500er. Sie hustete uns was. Nur noch eine Möglichkeit blieb uns, und das war: Abschleppen!!!. Es bedarf einer guten Überredungskunst um den 62 jährigen in dem Aufbruchtrubel dazu zu überreden, dass dies die beste Möglichkeit ist, um an unseren Pkw zu kommen. Gut das wir nur 20 km zum Auto hatten, ich war so sehr geschwitzt, durch das Anschieben und hoch und runter wegen den defekten Mompeds, das ich sicherlich beim Heimfahren auf der Autobahn so, wie unser Kaffeewasser, eingefroren wäre. Unseren Werner hatte ich gut nach oben geschleppt, als sich zu guter Letzt auch noch meine Vize verweigerte." Bei dem Betrieb fahre ich hier nicht los", sagte sie mir. Als das ich nicht schon genug geschwitzt wäre, nein, es muss auch noch Wutausbruchschweiß dazu.
Das einem so etwas von der eigenen Lebensgefährtin angetan wird. Ein Blick in Ihre Augen sagten mir aber, "Ich meine das im Ernst, Brändi" .Was blieb mir anders übrig, als auch ihr Momped nach oben zu bringen. Ich schleppte erst unseren Alterspräsident nach oben, koppelte diesen ab, fuhr wieder nach unten, ließ auf halben Wege mein Momped stehen, lief den Rest der Strecke zu Fuß, wobei mir schon die Frau des noch Vizes entgegen kam, und holte das letzte Momped auch noch. Dasselbe fuhr ich dann ganz nach oben, wo ich auch den Werner abgehängt hatte, lief nun wieder runter zu meiner eigenen Boxer und fuhr diesen nach droben. Oben angekommen und das alles ohne eine schützenden Eierschale aufm Kopf gabs zuguterletzt auch noch einen Einlauf eines Polizeibeamten, wegen der fehlenden Kopfbedeckung. Während dieser Aktion hat mein Werner schon zweimal angerufen, wo wir denn bleiben würden. Man kann nicht sagen, das ich in diesem Moment sehr gestresst war, nein, kann man nicht sagen, aber wehe es wäre mir einer mit guten Ratschlägen in die Quere gekommen! Unser Werner hatte nun versucht seinen kleinen Japaner mittels einem Gefälle, das ins Tal führte, dem Motor wohlklingende Geräusche zu entlocken, was aber wiederum kläglich scheiterte. Dieses kleine Japan- Monster machte keinen Hehl daraus nicht anspringen zu wollen. Auf neuen Abschleppstress eingerichtet fuhren wir, Dani und ich, Werner hinterher. Am Fuße des Berges stand ein verlorener Werner mit der Bitte ,ihn doch mit zu nehmen. Nun ja, wir mussten Ihn ja mit nehmen, weil wir ja auch nach Hause wollten. Also die gleiche Zeremonie von vorne, anhängen und abschleppen. Ich musste an unseren zweiten Trupp denken, die vor uns gestartet waren; ob sie schon hinter Nürnberg sind oder hatten sie ggf. auch wieder eine Panne?
Nach etwa zwei km Schleppen, sprang, man höre und staune, die 500er einfach so an, lief aber nur auf einem Topf. Das Momped wurde erneut abgehängt und ab jetzt ging es mit den Solomotorrädern weiter bis zum Autoabstellplatz. Ich nehme an, das der Werner uns zeigen wollte wie gut seine 500er unterwegs ist wenn sie mal läuft. Er gab Gas und fuhr uns einfach davon. Na ja, unsere Wege sollten uns spätestens in Engolling wieder zusammenführen, dachte ich im Stillen so vor mich hin. Nach wenigen Kilometern trafen wir in Engolling ein. Drei, in Winterkleidung vermummte Gestalten, hielten uns an, Visier hoch, gucken, ah, es waren Naumanns, die kurz vor uns gestartet waren und sich hier, mit, auf uns warten, die Zeit vertrieben. Aber wo ist Werner? Vor lauter Freude über den laufenden Einzylinder, der in Echtheit ein Zweizylinder darstellen sollte, muss er wohl an der Abbiegung nach Engolling vorbei geblasen sein. Es hätte aber auch sein können, und das wäre die zweite Möglichkeit, überflügelt von dem schönen Winterwetter, noch einmal eine Ehrenrunde zu drehen. Mit Fotografieren und das Treffen Revue passieren lassen vertrieben wir uns die" auf den Werner Wartezeit". Nach ungefähr 20 min war es dann auch soweit, unser Werner traf, übers Momped schimpfend, ein. Gott sei Dank, er war da. Von nun ging eigentlich alles nach Plan. Die Mompeds wurden verladen und verzurrt, das Gepäck kam in den Kofferraum und die Winterreisemompedanzüge wurden durch eine leichte Winterautobekleidung ersetzt. Naumanns hatten uns schon etwa eine Stunde vorher verlassen, so das wir, Werni, Dani und ich, die letzten Mohikaner vom MCH darstellen sollten.
Das E-treffen im Jahre 2005 war sicherlich kein besonderes Elefantentreffen, aber es war mit dem schönen Wetter, dem hohen Schnee und den netten Leuten, wieder einmal eine Reise wert. Wir hatten Spaß, sowohl im Auto auf der Anreise, als auch auf dem Treffen. Das legendäre Elefantentreffen wird den Mitgliedern des MCH´s sehr lange in angenehmer Erinnerung bleiben. Im Stall wird die Erinnerung an das Treffen noch lange erhalten bleiben, sei es durch Bilder oder durch Gespräche. Das Elefantentreffen 2005 ist vorbei und das lange Warten auf 2006 hat mit der Ankunft zu Hause aufs Neue wieder begonnen. Auf Wiedersehen 2006 in Solla.
Für grammatikalische und / oder Rechtschreibfehler können auch in diesem Reisebericht keine Gewährleistungen übernommen werden. mfg. Der Verfasser.
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Motorrad Reisebericht "Rumänien 2005"
Autoren unser Scheffe und seine Tina.
Am 23.07.2005 um 7:00h machten wir uns von Hüttenberg auf den Weg nach Transsilvanien, um das Dracula Schloss in Bran in Augenschein zu nehmen. Das erste Stück der Reise bis zur Grenze nach Polen erreichten wir nach 540 km um 12:30 h, der Grenzbeamte war der Meinung, ich könne ihm das Moped gleich schenken, da wir von Rumänien sowieso mit dem Zug nach Hause fahren müssten. Die nächste Grenze nach Tschechien wurde schon nach etwa einem km überschritten. Die Fahrt ging von Liberec auf der Bundesstrasse 14 bis Vamberk und danach auf die 11 bis Zamberk, wo die Fahrt für den ersten Tag nach 770 km beendet wurde.
Der zweite Tag beginnt mit einem gute Frühstück in der Pension Baltazar. Die Reise geht auf die 11 weiter über Cadga in die Slowakei. Das beste Stück Strasse für Mopedfahrer an diesem Sonntag hatten wir vor Banka Bytrica. Die etwa 30 km lange Strecke kann auch am Wochenende und ohne Geschwindigkeitsbegrenzungen für Mopeds befahren werden, aber wer weiß wie lange noch. In den letzten drei Jahren hat sich einiges verändert. Als ich das letzte Mal mit meinen Freunden noch alleine gefahren bin, tummeln sich heute jede Menge Tiefflieger mit Kameras auf dem Tank, die mit höchst möglicher Geschwindigkeit durch die Kurve rasen und um in der Schaukurve von den 30 Zuschauern ein anerkennendes Nicken zu bekommen. Einen kleinen Motorradtreff gibt es an einem Imbiss wo wir auf einen Kaffee halt machten, dabei beobachteten wir, das die Polizei mit drei verschiedenen Fahrzeugen die Strecke kontrollierte. Die Fahrt geht weiter nach Ungarn wo kurz hinter der Grenze in Putnok nach 610 km für heute mit dem Fahren Schluss war. Nach Auskunft unserer Pensionswirtin hätte die Pizzeria in etwa 200 m Entfernung noch offen, aber das war leider nicht ganz korrekt. Im ganzen Ort hatte kein Restaurant mehr offen, wo es etwas Essbares gab, wir hielten es mit dem Sprichwort "Sieben Halbe gibt ein Sauerbraten". Einen haben Tina und ich gegessen.
Montag den 25.07.205 geht es um 8:00 h ohne Frühstück weiter, in Szerencs nahmen wir unser Frühstück zu uns. Die Verständigung klappte nicht so richtig, daraufhin wurden uns Bilder von verschiedenen Würsten gezeigt, ich entschied mich für zwei, die auf dem Bild aussahen wie zwei kleine Wiener, bekommen habe ich zwei je 250g schwere Pferdewürste. Mit Senf konnte man sie essen. Bei Satu Mare überquerten wir die Grenze nach Rumänien, völlig problemlos und ohne Wartezeit. Die Straßen in Rumänien wurden merklich schlechter, kein Vergleich mit Ungarn, Slowakei oder Tschechien. In Baia Mare suchten wir eine Pension, nach Besichtigung unseres Zimmers staunten wir nicht schlecht, ein riesiges Bad mit Eckwanne, das Zimmer mit zwei Doppelbeten rundherum mit Leder bezogen, Decke mit Kronleuchter und Seidenstoff. Nach kurzem abrödeln des Mopeds ging es auf Besichtigungstour zu der 30km entfernten Holzkirche Biserica Sf. Arhanheli mit einem 54 m. hohen Kirchturm (höchster Europas). Im inneren der Kirche befinden sich kostbare Ikone, außerdem schöne Malereien aus dem alten und neuen Testament. Zurück in der Pension stellten wir das Moped nach 365 km für diesen Tag ab. Am heutigen Tag hatten wir mehr Glück mit dem Essen und es gab ein gut schmeckendes Fischgericht in einem gemütlichen Restaurant.
Dienstag den 26.07.2005. Nach Omelett und Schinken ging es in die Karpaten nach Sapatana zum lustigen Friedhof wo die Lebensgeschichte und gemalte Porträt des Verstorbenen auf einem Holzbrett am Grab steht. Auf der Fahrt dort hin wollte ich über kleine Straßen zum Ziel kommen, was sich mit meiner zu zweit besetzten Kuh als große Strapaze rausstellen sollte. Nach 30 km verließen wir die Bundesstrasse 18 um auf Schotterpisten weiter zu fahren. Landschaftlich ein Volltreffer, außerdem sollte die Strecke 20 km einsparen aber die Strecke wurde immer schlechter, nach 12 km kamen noch kleine Morastlöcher hinzu. In der einen dachte sich meine Kuh da könnte man sich mal ein bisschen suhlen, gedacht und getan, auch Tina und mich nahm sie mit in den Morast. Das aufstellen der Kuh war mit dem Gepäck eine schweißtreibende Angelegenheit. Die Kuh und wir hatten zum Glück keinen Schaden genommen und konnten die Fahrt fortsetzen. In einem Steinbruch fragten wir nach dem Weg, sie schickten uns über Serpentinen zum höchsten Stelle des Steinbruchs und dann gerade aus. Oben angekommen fragten wir zur Sicherheit noch einmal nach, da gab es die Auskunft der Weg, sei durch einen Erdrutsch unpassierbar , also wieder zurück. Nach weiteren 15 km Schotter und ca. drei Stunden erreichten wir die Bundesstrasse 18, nur 10 km entfernt von dem Punkt wo wir sie verlassen hatten. An der nächsten Tankstelle befreite ich die Kuh und uns von der Schlammpackung. In Sabatana am Friedhof angekommen trafen wir einen Mopedfahrer der ähnliche Erfahrungen mit kleinen Strassen in Rumänien gemacht. Von da an beschlossen Tina und ich das wir weiße Straßen, wenn möglich umfahren. Nach den Besuch des Friedhofs ging es weiter in den Osten der Karpaten, in das Wintersportgebiet von Borsa Stibina wo wir uns in eine kleine Pension einmieteten.
Mittwoch den 27.07.2005 geht es nach einem einfachen Frühstück weiter, an der Bistrita entlang durch herrliche Landschaften, am Stausee vorbei nach Bicaz, dann weiter durch die Bicaz Schlucht zum Lacu Rosu, wo heute noch Baumstümpfe von einem Erdrutsch heraus ragen. Von da aus ging es weiter nach Gheorgheni (Niklasmarkt), unterwegs verlor meine Kuh das hintere Schutzblech. In Niklasmarkt fanden Tina und ich gerade noch rechtzeitig eine Unterkunft, bevor ein starkes Gewitter mit Sturmböen aufzog. Bei einem Rundgang nach dem Duschen stellten wir fest das keine 200 m von uns entfernt, ein ganzes Dach von dem Sturm abgedeckt wurde, Glück gehabt! Die heutige Tagesetappe 295 km.
Donnerstag den 28.07.2005. Nach einem ausgiebigem Frühstücksbuffet ging die Fahrt weiter über den Bucin Pass, der mit jedem Höhenmeter schlechter wurde und wie soll es anders sein in eine Schotterpiste über ging. Zwei km vor dem höchsten Punkt des Passes trafen wir auf einen Bautrupp der die Strasse mit einer neuen Teerdecke versah und freuten uns auf eine tolle Abfahrt, doch weit gefehlt. Oben am Pass angekommen endete die neue Teerdecke und so ging es weiter über Schotterpiste und Schlaglöcher zum Kurort Sovata. Nach kurzer Rast ging es weiter Sighisora (Schässburg). Wir besichtigten die schöne Altstadt die auch das Nürnberg Siebenbürgens genant wird, wo, historisch nicht belegt, der legendäre Graf Dracula geboren sein soll. Wir setzten die Fahrt fort nach Rasnov (Rosenau) mit einem Zwischenstop an der Kirchenburg Homoburg (Hamruden). Dort trafen wir den ersten Deutschrumäne. In Rasnov mieteten wir uns in einer privaten Pension für zwei Tage ein. Die heutige Tagesetappe 300 km.
Freitag den 29.07.2005. Nach dem Frühstück ging es zu unserem Hauptziel, Schloss Dracula (Törzburg) in Bran, die Vlad Tepes alias Graf Dracula bestenfalls als durchreisender Gefangener kennen lernten. Ende des 14. Jahrhunderts als Burg errichtet, 500 Jahre später wurde die Burg von Königin Maria zu einem Märchenschloss umgebaut. Zur weltweiten Bekanntheit kam das Schloss durch die Dracula Filme. Die Fahrt geht weiter nach Sinaia zu dem vornehmsten Wintersportort in Rumänien über tolle Motorradstrassen nach Brasov (Kronstadt). In Brasov angekommen tranken wir erst mal einen Kaffee in einem der Cafes in der tollen Altstadt. Nach einem Rundgang in der super Renovierten Altstadt landeten wir in der Biserica Neagra (Schwarze Kirche) aus dem 14. Jahrhundert die im Jahre 1689 nach einem Brand tiefschwarz gefärbt war und dadurch ihren heutigen Namen erhalten hat. Im inneren der Kirche steht heute ein für ihren Klang berühmte Orgel mit 4000 Pfeifen. Zurück in Rasnov stellten wir die Kuh nach 180 km für diesen Tag ab. Nach kurzem frisch machen und umziehen ging es zu Fuß auf die mächtige Bauernburg Rasnov. Die Burganlage mit der fantastischen Aussicht wurde so gebaut das in ihrer mächtigen Ringmauer Speck, Kornkammern Waffenturm, Wohnhäuser, Stallungen, Kirche und ein 147 m tiefen Brunnen platz hatten. Die ganzen Bauern aus dem Umland Rasnov (Rosenau) fanden bei Angriffen in der Burganlage zuflucht.
Den Abend ließen wir mit einem guten Essen und 1,2 oder 3 Gläsern Bier ausklingen. Noch eins, beim bestellen von einem Schnaps, sollte man das Kleingedruckte lesen, die Ausschankmenge ist fünfmal so groß wie in Deutschland.
Samstag den 30.07.2005. Nach dem Frühstück packten wir unsere sieben Sachen und machte uns auf den Weg nach Sibiu (Hermannstadt). In der Nähe von Sibiu besuchten wir den ältesten Wintersportort in Rumänien, Paltinis in 2000 m Höhe. Die Fahrt hinauf führte durch wunderschöne Landschaften. Auf der Rückfahrt nach Sibiu machten wir einen Abstecher nach Prislop, einem Zigeunerdorf wo in der Nähe eine Erdenburg stehen sollte, die wir nicht gefunden haben. Aber die Schotterpiste zu dem Zigeunerdorf war so schlecht das Tina absteigen musste, doch sie hatte Glück und wurde von einem Bauern mit seinem Pferdefuhrwerk ein Stück mitgenommen. Dadurch konnte ich die tiefe Schotterpassage allein mit der Kuh fahren. In Prislop angekommen stellten wir fest das die Häuser bessere Holzverschläge sind, fließend Wasser scheint es auch nicht zu geben, jedenfalls sahen die Kinder so aus. Wir hatten von Anfang an kein gutes Gefühl an diesem Ort, deswegen fuhren wir gleich wieder aus diesem Ort heraus. Die meisten Kinder winkten uns zu, bis auf einen etwa sieben jährigen Jungen der uns mit einem Stein bewarf. Auf dem Weg zurück nach Sibiu entdeckten wir ein Hinweisschild "crazy Motobike Party" natürlich fuhren wir den Hinweisschildern nach und kamen an einen Campingplatz mit Hotel wo das größte Motorradtreffen von Rumänien stattfand. Vorne am Eingang wurden wir mit einem rosa Armband und einem Patch für jeden Empfangen, im Gegenzug wechselten 150 Tsd. Lei den Besitzer. Wir nahmen aber nur einen kleinen aber sehr guten Imbiss zu uns und fuhren weiter Richtung Turda von da ging es auf der 75 weiter auf super Straßen für rumänische Verhältnisse, bis Baia de Aries, wo wir endlich eine Übernachtungsmöglichkeit in der Pension Präsident fanden und die Kuh nach 450 km abstellten. Nach einem späten Abendessen und ein paar Büchsen Bier legten wir uns Schlafen.
Sonntag den 31.07.2005. Morgens um 8:30h sind wir Baia de Aries wieder aufgebrochen um ein Bergwerk und Freilicht Museum in Rosia Montana anzusehen, wo bereits die Römer vor 2000 Jahren Gold gesucht haben. Eintritt musste nicht bezahlt werden dafür gab es auch keine Führung oder Lageplan, man konnte auf eigene Faust in den Stollen absteigen. Nachdem ich die Tür zum Stollen geöffnet hatte schaltete ich das Licht an und stieg über 100 Stufen hinunter. Der Stollen war größer als ich vermutet habe, nach mehreren Abzweigungen ging ich wieder zurück, weil ich Angst hatte, wenn ich noch weiter gehen würde, finde ich den Weg nicht mehr zurück. Nach einem kleinen Imbiss ging es weiter zu der Eishöhle Pestera Ghetarul de la Scarisoara, die StraßGe war bis zum Hinweisschild, noch drei Kilometer bis zur Höhle, noch in Ordnung aber ab dann ging es wieder einmal auf eine Schotterpiste die immer schlechter wurde. Nach sechs Kilometer kehrten wir um ohne die Eishöhle gesehen zu haben. Auch mit der zweiten Höhle ging es uns ähnlich. Die Stimmung sank langsam auf den Tiefpunkt für diesen Tag, da die Besichtigungen nicht so klappten wie wir uns das vorstellten und es immer heißer wurde (35°). Deswegen fuhren wir über den Grenzübergang nach Berettyoujfalu (Ungarn) wo wir eine private Pension fanden. Nach einer Dusche ging es ab zum Essen. Heute hatten wir 340 km gefahren.
Montag den 01.08.2005. Heute morgen waren wir schon früh auf der Piste, den die Nacht war einfach zu heiß zum Schlafen. Um 8:00h waren wir schon auf der Piste Richtung Heimat. Die Grenze zur Slowakei überquerten wir bei der kleinen Grenzstadt Bafassagyarma. Die Fahrt ging über Zollven weiter nach Slaska einem kleinen Skigebiet bei Ziar wo wir gegen 15:00h an einer urigen Skihütte uns einmieteten. Die heute gefahrenen 420 km waren tolle Mopedstrecken und alles ohne Schlaglöcher. den Tag ließen wir bei einem guten Essen und ein paar Bier ausklingen.
Dienstag den 02.08.2005.Heute morgen als ich der Kuh das Gepäck aufpacken wollte, stellten wir fest das alle Türen nach draußen verschlossen waren und wir die einzigen Gäste in der Skihütte waren. Bis zum Frühstück um 9:00 h wollten wir nicht warten mit dem beladen also ab durchs Fenster mit Sack und Pack. Die Kuh gerade fertig beladen, kam der Koch um die Ecke um uns das Frühstück herzurichten. Nach vier Würsten mit Brot fuhren wir weiter nach Tabor, mit einem kleinen Zwischenstopp in der Altstadt von Brünn. In Tabor angekommen fanden wir in der unter Denkmalschutz stehenden historischen Altstadt eine Pension, wo die Kuh in einem verschlossenen Innenhof grasen konnte. Die heutige Etappe betrug 400 km. Am Abend ging es zum Essen danach haben wir noch einen ausgiebigen Rundgang durch die gut erhaltene Altstadt unternommen. Zum Abschluß des Abends noch ein Bier am Marktplatz.
Mittwoch 04.08.2005. Nach dem Frühstück ging es weiter Richtung Heimat. Je näher wir der Grenze bei Eger nach Deutschland kamen, umso schlechter wurde das Wetter. Es fing an zu regnen und es wurde immer kälter. Kurz nach der Grenze hörte der Regen auf und nach 80 km kam auch die Sonne wieder. Das heutige Ziel, Pfarrweisach erreichten wir nach 440 km. Übernachtet haben wir Eisfelder Hof. dazu brauchen wir nicht mehr viel zu erzählen, die meisten von uns kennen ihn ja. Den letzten Abend unseres Urlaubs ließen wir mit einem guten Essen und 1,2 oder 3 Bier ausklingen.
Donnerstag den 04.08.2005. Nach einem ausgezeichnetem Frühstück nahmen wir die letzten 200 km in Angriff, die auch schnell abgespult waren. Um 10:30h hatte unsere Heimat uns nach insgesamt 5016 km aufregenden und interessanten Kilometern wieder.
Noch ein Wort zu den Kosten
Übernachtungen für 2 Personen, meistens mit Frühstück: ca.340 Euro
Es wurden 290 l Benzin verbraucht ca.302 Euro
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